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IT-Sicherheit

Phishing-Mails erkennen: So schützt du dein Unternehmen

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Cengiz Oez
IT-Sicherheitsexperte

Das Wichtigste in Kürze

  • Prüfe immer die echte Absenderadresse, nicht nur den angezeigten Namen.
  • Lass dich durch künstlichen Zeitdruck nicht zu unüberlegten Klicks verleiten.
  • Im Zweifel immer den Hörer in die Hand nehmen und den Absender anrufen.

Phishing-Mails sind längst nicht mehr die fehlerhaft übersetzten Texte, in denen dir ein unbekannter Prinz Millionen verspricht. Moderne Angriffe sind hochgradig personalisiert und sehen täuschend echt aus. Oft geben sie sich als bekannte Lieferanten, als deine Bank oder sogar als die eigene Geschäftsführung aus, um an sensible Daten oder Überweisungen zu kommen.

Das Gefährliche daran: Keine technische Firewall der Welt kann dich zu 100 % schützen, wenn ein Mitarbeiter auf einen gut gemachten Link klickt und seine Zugangsdaten eingibt. Deshalb ist es extrem wichtig, dass du und dein Team die typischen Warnsignale kennen. Eines der wichtigsten Indizien ist oft der psychologische Druck. Wenn in einer Mail von einer 'dringenden Sperrung' oder 'letzten Mahnung' die Rede ist, ist absolute Vorsicht geboten.

Überprüfe immer die tatsächliche Absenderadresse. Oft steht im Anzeigenamen zwar 'Microsoft Support' oder der Name des Chefs, die E-Mail-Adresse dahinter ist jedoch ein kryptisches Kauderwelsch. Genauso solltest du bei Links vorgehen: Fahre mit der Maus über den Link, ohne ihn anzuklicken. Es erscheint ein kleines Fenster mit der echten Ziel-URL. Passt diese nicht zum Inhalt, solltest du die Mail sofort löschen.

Ebenso kritisch sind unerwartete Dateianhänge, besonders Word- oder Excel-Dateien mit Makros. Wenn du eine Rechnung von einem Dienstleister erhältst, mit dem du nie zusammengearbeitet hast, öffne den Anhang unter keinen Umständen. Im Zweifel gilt immer: Kurz zum Telefon greifen und beim vermeintlichen Absender nachfragen. Das kostet eine Minute, kann aber enormen Schaden abwenden.

Fazit: Sensibilisierung ist der beste Schutz. Wenn du regelmäßig in kurzen Abständen über aktuelle Bedrohungen aufklärst und eine offene Fehlerkultur lebst – sodass Mitarbeiter sofort melden, wenn sie doch mal geklickt haben –, baust du eine extrem effektive, menschliche Firewall auf.

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